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Benchmark Austria Climbing Open

Ein tolles Heim-Event ohne treue Partner wäre wohl nur schwer vorstellbar beziehungsweise nicht umsetzbar. Im Zuge der Austria Climbing Open haben wir uns mit Christian Lehmann, dem Head of Marketing Europe von Black Diamond über die Partnerschaft, neue Ideen und was den Spirit in Innsbruck so ausmacht, unterhalten.

Wie ist es zur Partnerschaft zwischen Black Diamond und den Austria Climbing Open gekommen?
Christian Lehmann: 2016 sind wir mit Black Diamond von Basel nach Innsbruck übersiedelt. Für uns war es immer klar, dass wir uns als starke globale Klettermarke irgendwo im Alpenraum niederlassen wollten – der Standort musste einfach zu unserer Marke passen. Wir haben dann sehr schnell Innsbruck als unsere ideale Plattform definiert und hier unser europäisches Head-Office aufgebaut. Uns ist es wichtig, dass wir für unsere Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sind und dort zu Hause sind, wo Klettern und der Outdoor-Sport im Allgemeinen gelebt wird. Wir sind zufällig aufmerksam geworden, dass hier eine der größten Kletterhallen am Entstehen ist. Unsere Wege – genauer gesagt die vom Kletterverband Österreich und vom Kletterzentrum Innsbruck – haben sich dann sehr schnell gekreuzt. Die Rahmenbedingungen in Innsbruck sind einfach perfekt und wir wollen hier die besten Kletter-Events austragen beziehungsweise dabei als Partner unterstützen. Eine starke Marke, eine tolle Halle und ein innovativer Verband sind meiner Meinung nach eine tolle Kombination. Daher haben wir uns schnell auf eine langfristige Partnerschaft geeinigt.

Das scheint wirklich schnell alles klar gewesen zu sein?
Lehmann: Wir haben mit der Jugend-WM 2017 und der WM in der Allgemeinen Klasse 2018 schon gezeigt, dass in Innsbruck die besten, größten und erfolgreichsten Kletter-Events stattfinden können. Nach der langen Corona-bedingten Pause wollen wir nun 2021 wieder da anknüpfen, wo wir im Frühjahr 2020 aufgehört haben. Um aber auf die Frage konkret zu antworten: Ja, wir haben schnell zusammengefunden und hatten einen gleichen gemeinsamen Nenner. Uns war es wichtig, dass wir eine gewisse Exklusivität haben – das ist uns glaube ich ganz gut gelungen. Wir freuen uns auf viel gemeinsame Events und tolle Kletter-Momente hier im Kletterzentrum Innsbruck.

Vier Bewerbe in fünf Tagen sorgen für ein einzigartiges Mega-Event. Wie sehen Sie als Black Diamond dieses einzigartige Kletter-Event?
Lehmann: Wir wollen der Welt zeigen, was guter Klettersport ist und welchen Stellenwert er hier in Österreich hat. Natürlich spielt in der aktuellen Situation auch die „Road to Tokyo“ eine wichtige Rolle. Meiner Meinung nach organisiert der Kletterverband Österreich als Event-Ausrichter das beste Event, was der Klettersport aktuell zu bieten hat. Wir sind sehr stolz, dass wir da als verlässlicher Partner unseren Teil dazu beitragen können. Die Veranstaltung wird sehr professionell abgewickelt, es gibt unzählige Stunden Liveübertragung und das Event wird in den Medien super platziert sowie transportiert. Es schauen viele andere Veranstalter nach Innsbruck und nehmen die Austrian Climbing Open als internationale Benchmark für ihre Events.

Leider sind 2021 keiner Zuschauer möglich, aber dafür passiert in puncto Digitalisierung sehr viel und man versucht immer neue Wege zu gehen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Lehmann: Eine gelungene Veranstaltung ist immer von mehreren Faktoren abhängig. Der Wettkampfsport ist nicht unsere einzige wichtige Säule, auf die wir Wert legen. Wir haben bei Black Diamond ein breites Produktportfolio und unterstützen viele Aktivitäten im Outdoor-Bereich. Wir sehen uns in jedem Bereich als Spitze, wollen die beste Qualität liefern und die besten Innovationen im Haus haben. Wir unterstützen nur Events, die zu Black Diamond passen und wir das Gefühl haben, dass es in unsere Marke einzahlt. Da spielen natürlich auch der Bereich Online und das Livestreaming eine entscheidende Rolle. Aber da geht es nicht immer nur um das Kernprogramm, vielmehr soll das rundherum mehr gezeigt werden und den Leuten die Begeisterung für diesen Sport nähergebracht werden. Das passiert bei den Austria Climbing Open, dafür sind wir sehr dankbar.

Wie müssen die Austria Climbing Open 2021 ablaufen, dass Sie mit Black Diamond ein zufriedenes Fazit ziehen könnt?
Lehmann: Was ich bis jetzt gesehen habe beziehungsweise beurteilen kann, ist das für uns schon richtig gut. Black Diamond wird super präsentiert und wir bekommen eine einzigartige Plattform mit vielen Emotionen geboten. Das Highlight wäre jedoch, wenn ein Black Diamond Athlet beziehungsweise eine unserer Athletinnen im Lead oder Bouldern bei unserem Heim-Event gewinnen könnte. Aber wir haben auch bei den Paraclimbern Athletinnen und Athleten, die wir unterstützen. Das wäre doppelt schön, sollten da am Ende des Tages gute Leistungen herausschauen. Der Klettersport hat aber noch so viel Potential, das wollen wir in der Zukunft gemeinsam nutzen und einen noch größeren Mehrwert schaffen.

Welche AthletInnen sind aktuell Ihre Aushängeschilder?
Lehmann: Wir sind global aufgestellt und wollen nicht nur die österreichischen Paradeathletinnen und -athleten in unserem Team haben. Wir sind sehr international aufgestellt und sind bestrebt, in den wichtigsten Märkten die Besten zu haben. Bei den Herren zählen mit Sicherheit Adam Ondra und Colin Duffy dazu, bei den Frauen Fanny Gibert und Natalia Grossmann. Unsere Sportlerinnen und Sportler sind alle sehr authentisch und verkörpern das, was sie lieben – sie sind durch und durch mit dem Klettervirus infiziert. Sie Leben den Sport und sind respektvoll im Umgang mit der Natur – da schauen wir sehr genau drauf. Neben der Leistung sind uns diese Werte sehr wichtig. Nach diesen Kriterien suchen wir sie gezielt aus, unabhängig von der jeweiligen Disziplin. Wir versuchen aber auch die besten Talente früh zu finden, zu fördern und sie auf ihrem Weg an die Spitze zu begleiten. Das sind zwar zwei sehr konträre Ansätze, aber wir haben schon gezeigt, dass sich das nicht spießt und sehr gut funktioniert.