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Ondra und Garnbret eine Klasse für sich

Auftakt nach Maß für Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol: Der dreifache Weltmeister belegte in der Vorstieg-Qualifikation den zweiten Platz und schaffte es souverän ins Halbfinale. Zwei weitere KVÖ-Athletinnen folgten ihm dorthin.

Auftakt nach Maß für Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol: Der dreifache Weltmeister belegte in der Vorstieg-Qualifikation den zweiten Platz und schaffte es souverän ins Halbfinale. Zwei weitere KVÖ-Athletinnen folgten ihm dorthin.

Bei hohen Temperaturen in der Freiluft-Arena am Außenareal des Ketterzentrum Innsbruck startete der erste Vorstieg-Weltcup der Saison mit der Qualifikation. Schubert behielt in der Hitze einen kühlen Kopf und zeigte auf beiden Quali-Routen eine starke Leistung. Am Ende lag nur Adam Ondra, der vierfache Weltmeister aus Tschechien, vor dem Tiroler.

„Ich bin gut hineingestartet und durchaus zufrieden mit dem heutigen Tag. Auf der ersten Route bin ich mit dem Fuß weggerutscht, das ärgert mich ein bisschen – auf das Top wäre ich aber ohnehin nicht gekommen. Die Routen waren schwer, wie ich es mag. Die üblichen Verdächtigen waren wieder vorne dabei“, analysierte Schubert, der im Vorfeld mit Ondra und dem Deutschen Alexander Megos, in der Qualifikation auf Rang drei, gerechnet hatte.

Ondra, der regelmäßig vor Wettkämpfen im KVÖ-Bundesleistungszentrum im Kletterzentrum Innsbruck trainiert und somit ebenfalls fast ein „Heimspiel“ hatte, zeigte sich angetan: „Hier einen Wettkampf zu klettern, ist einfach großartig. Es macht Spaß, sich mit Freunden wie Jakob und Alex an der Wand zu Messen und sich gegenseitig zu pushen.“

Schubert: „Die Arbeit und der Weg stimmen“

Am morgigen Donnerstag steht die Boulder-Qualifikation („Der härteste Bewerb der ganzen Woche, weil es derart viele Starter gibt und man sich keinen Ausrutscher leisten darf“) auf dem Programm, ehe am Freitag der Lead-Finaltag (10 Uhr Halbfinale, 21 Uhr Finale) folgt. Schubert: „Von der Kraft her passt es, es sind eher die Hitze und die langen Tage, die zehren. Dennoch ist es im Vorstieg schon jetzt eine gute Formbestätigung, egal was noch kommt. Diese Erkenntnis ist das Allerwichtigste: Die Arbeit und der Weg Richtung Olympische Spiele stimmen.“

Bei den Herren schaffte es kein weiterer Österreicher ins Halbfinale der besten 26. Mathias Posch (ÖAV Hohe Munde) belegte Rang 35, Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen) musste sich mit Platz 49 begnügen. Die weiteren Youngsters Louis Gundolf (ÖAV Imst-Oberland/64.), Julian Wimmer (ÖAV Wilder Kaiser/66.), Benjamin Haidacher (ÖAV Kufstein/70.) und Johannes Hofherr (ÖAV Feldkirch/79.) konnten nicht um die Semifinal-Plätze mitklettern.

Großes Pech hatte Georg Parma: Eine neben ihm kletternde Athletin stürzte weit ins Seil, es kam zum Zusammenprall mit Parma, der sich zu diesem Zeitpunkt unterhalb der Route befand. Der Niederösterreicher musste versorgt und ins Krankenhaus zu näheren Untersuchungen gebracht werden.

Zwei KVÖ-Damen im Halbfinale

Bei den Damen mussten Julia Fiser (ÖAV Innsbruck) und Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag) kurz zittern, am Ende zogen sie mit den Plätzen 19 bzw. 22 ins Semifinale ein.

„Ich bin mit gemischten Gefühlen in den Wettkampf gegangen, weil ich nicht genau gewusst habe, wo ich stehe. Die letzten Trainingswochen waren Krankheits-bedingt und aufgrund der Hitze für mich nicht so einfach. Ich hatte aber bei beiden Routen heute schnell ein super Gefühl und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, bilanzierte Fiser und ergänzte: „Jetzt kann ich befreit ins Semifinale gehen. Die Zielsetzung ist klar: Ich möchte noch so viel Plätze wie möglich gut machen. Wir haben uns so auf diesen Weltcup gefreut, uns gegenseitig gepusht und genießen das Klettern in so einem tollen Ambiente.“

Hammelmüller sah es ähnlich: „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich endlich wieder bei einem internationalen Wettkampf klettern konnte. Vor der ersten Route war ich richtig nervös, habe aber schnell meinen Rhythmus gefunden. Leider ist mir oben ein Fehler passiert und ich habe mich mit dem Ellenbogen selbst aus der Wand befördert – das war sehr schade. Ich habe gewusst, dass ich bei der zweiten Route richtig gut klettern muss, damit ich mein Ziel Halbfinale schaffen kann. Das ist mir dann sehr gut aufgegangen.“

Der Quali-Sieg ging einmal mehr an die Slowenin Janja Garnbret: Die sechsfache Weltmeisterin erreichte beide Tops und gewann vor Laura Rogora (ITA) und Brooke Raboutou (USA).

Die jungen KVÖ-AthletInnen lieferten Talentproben ab, für den Finaltag reichte es jedoch nicht. Ariane Franken (ÖAV Feldkirch) belegte Rang 33, Emilia Warenski (ÖAV Innsbruck) und Jana Rauth (ÖAV Imst-Oberland) die Plätze 42 und 43. Hannah Schubert (ÖAV Innsbruck) kehrte mit Position 45 auf die Weltcup-Bühne zurück, Annika Stöckl (ÖAV Salzburg) landete bei ihrer Premiere an der 52. Stelle.

„Wir haben uns fast gedacht, dass es bei den jungen Wilden noch nicht für das Halbfinale reichen wird. Man darf nicht vergessen, dass dieser Weltcup bestens besetzt ist und alle Top-Stars hier sind. Trotzdem war es für die jungen Athletinnen und Athleten wichtig, diese Erfahrung zu machen. Jetzt wissen sie, wo sie stehen, und woran sie weiterhin arbeiten müssen“, bilanzierte KVÖ-Nationalcoach Kilian Fischhuber.

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