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Werbung für den Klettersport

Am vergangenen Wochenende ging in Salt Lake City (USA) der zweite Boulder-Weltcup 2021 über die Bühne.

Nach dem mehr als gelungenen Auftakt in Meiringen (SUI) waren auch die Bewerbe in Salt Lake City Werbung für den internationalen Klettersport, viele tolle Emotionen inbegriffen: Die gezeigten Leistungen der AthletInnen machen bereits jetzt große Lust auf die Weltcup-Premiere in Innsbruck-Tirol, die von 22. bis 26 Juni 2021 im Kletterzentrum Innsbruck ausgetragen wird.

Bei den Herren war im US-Bundesstaat Utah erneut der Tscheche Adam Ondra das Maß der Dinge und sicherte sich den zweiten Weltcup-Sieg im Bouldern in Folge. Aber auch die rot-weiß-roten Kletter-Asse hatten großen Grund zur Freude und holten den ersten KVÖ-Podestplatz der laufenden Saison. Olympia-Fixstartet Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) boulderte beim ersten von zwei IFSC Weltcup-Bewerben in Salt Lake City auf Rang drei. Der dreifache Kletter-Weltmeister konnte sich im Finale noch einmal steigern und erreichte auf den vier Boulder-Problemen drei Tops und drei Zonen.

„Es war wunderbar, endlich wieder vor Zusehern klettern zu können. Nach meinem zweiten Sieg in Folge bin ich etwas sprachlos und überglücklich. Ich habe die Zeit beim ersten Weltcup in Salt Lake City richtig genossen. Mit dem erst 17-jährigen Mejdi Schalck und Jakob Schubert auf dem Podest zu stehen ist wirklich großartig“, freute sich Ondra über seinen Erfolg.

Wichtiger Schritt Richtung Olympia

„Im Semifinale war ich zwei Mal knapp an den Tops dran, im Finale bin ich abgesehen vom ersten Boulder nahezu perfekt geklettert. Mit dem Flash am zweiten Final-Boulder konnte ich mir selber zeigen, dass sich die viele Arbeit, die ich in letzter Zeit ins Platten-Training gesteckt habe, voll auszahlt. Das gibt Selbstvertrauen und Sicherheit. Mit dem Podium bin ich sehr zufrieden, ein wichtiger Schritt auf den Weg zu den Olympischen Spielen“, so ein zufriedener Schubert.

Bei den Damen landeten Jessica Pilz (ÖAV Haag) und Johanna Färber (ÖAV Graz) im Finale auf den Plätzen fünf und sechs. Pilz erreichte ein Top und drei Zonen, Färber ein Top und zwei Zonen. Der Sieg ging an die US-Amerikanerin Natalia Grossman, die alle vier Tops erreicht und ihre tolle Form nach dem dritten Platz in der Schweiz erneut unter Beweis stellen konnte. Die Französin Oriane Bertone beendete auch den zweiten Boulder-Wettkampf als Zweite.

Pilz: Knopf ist aufgegangen

Pilz bilanziert positiv: „Das Finale zu erreichen ist immer besonders schön, speziell wenn zwei Teamkollegen auch dabei sind. Im Halbfinale ist der Knopf endgültig aufgegangen, was für die weiteren Wochen und Aufgaben sehr wichtig ist. Ich nehme eine große Portion Selbstvertrauen aus Salt Lake City mit nach Hause.“

Für Staatsmeisterin Färber ist Platz sechs nach der Corona-Virus-Erkrankung im Frühling der Schritt zurück in die Weltspitze: „Im Finale sind mir die Körner vielleicht ein bisschen ausgegangen, aber ich bin superhappy mit dem ganzen Wettkampf. Die Freude über den Finaleinzug ist riesengroß, weil ich mir selbst bewiesen habe, dass ich mit den Besten mithalten kann.“

Zweiter Bewerb in den USA

KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein zieht eine erste Bilanz: „Drei Athleten im Finale ist eine richtig starke Quote, dazu Nicolai mit Platz 11 und auch Franziska Sterrer hat den Finaltag nur haarscharf verpasst. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein, das Podest hat sich Jakob mehr als verdient. Die Umstellung im Training mit mehr Wettkampf-Simulationen und größeren Umfängen hat sich beim ganzen Team bezahlt gemacht.“

Am kommenden Wochenende (28. bis 30. Mai) steht noch ein zweiter Boulder-Weltcup sowie der Auftakt in den Speed-Weltcup in Salt Lake City auf dem Programm. Die Olympia-Starter Pilz und Schubert werden aber wie geplant bereits nach diesem Bewerb abreisen und sich in Innsbruck auf die Olympischen Spiele vorbereiten.